HRE-Rettung stützt Pfandbriefmarkt
Die Bewahrung der schwer angeschlagenen Hypo Real Estate vor einem Zusammenbruch hat den Pfandbriefmarkt merklich gestützt. Das Institut ist einer der wichtigsten Herausgeber von Hypothekenpfandbriefen in Deutschland.
Die HRE befindet sich mittlerweile mehrheitlich in staatlicher Hand. Die Regierung hatte das Institut angesichts der drohenden Pleite zwangsweise übernehmen müssen, da die Risiken einer solchen Insolvenz unkalkulierbar gewesen wären. Vor allem auf dem Pfandbriefmarkt, auf dem die HRE einer der zentralen Spieler war, wäre es zu einer “erheblichen Verunsicherung der Investoren” gekommen, heißt es in der “Welt” unter Berufung auf Regierungskreise. Von den 204,4 Mrd. Euro, die in Form von Hypothekenpfandbriefen herausgegeben wurden, gingen noch Ende 2008 23,6 Mrd. Euro auf die HRE zurück.
Nachdem dieses Marktsegment bereits für tot erklärt wurde und das Neuemissionsvolumen zwischen September und Januar von 13,8 auf 7,3 Mrd. Euro abgesackt war, hat sich die Situation nun wieder erholt. Wie die Regierung auf Anfrage der FDP mitteilte, wurde im März wieder die 10-Mrd.-Euro-Grenze geknackt. Allein in den ersten beiden Maiwochen sind dann Pfandbriefe mit einem Gesamtvolumen von 9 Mrd. Euro herausgegeben worden. Der Trend zeigt also wieder aufwärts, was die Bedeutung der Rettung der Hypo Real Estate verdeutlicht. Es bleibt zu hoffen, dass aus diesem Einzel- kein Regelfall wird und der Staat auch in Zukunft nur im äußersten Notfall zu solch radikalen Methoden greift.
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