Immobilienbranche: Schlechte Aussichten
Zahlreiche Vertreter der Immobilienbranche sehen ihr Metier durch die Krise vor massiven Problemen. In einer Befragung des RICS-Instituts prognostizierte die Mehrheit der Teilnehmer der Branche düstere Zeiten.
Die “Royal Institution of Chartered Surveyors”, kurz RICS, ließ nach Angaben der “Welt” im Rahmen der Umfrage 520 Brancheninsider schriftlich zu verschiedenen Aspekten der Krisenauswirkungen auf die Immobilienbranche Stellung nehmen. Die teilnehmenden Investoren, Eigentümer, Entwickler, Bauträger, Makler, Gutachter und Berater hätten dabei ein “schockierendes” Bild von der nahen Zukunft der Branche gezeichnet, so der RICS-Vorstandsvorsitzende Ulrich Jacke gegenüber der Zeitung: “Die Ergebnisse sind negativer als wir dachten.”
Fatale Unsicherheit der Banken
Konkret erwarten die Vertreter zu großen Teilen einen Einbruch der Miet- und Kaufpreise sowie ein Einfrieren der Projektentwicklungsgeschäfte. Darüber hinaus seien viele in den letzten Jahren aufgenommenen Kredite spätestens ab 2010 reif für eine Prolongation. Diese sei jedoch aufgrund der Unsicherheit im Finanzsektor keinesfalls gewährleistet – Jacke sieht große Probleme, “wenn die Banken nicht mitspielen”. Letztendlich hingen Projekte, Investments und auch Arbeitsplätze direkt von der Verhandlungsbereitschaft der Banken ab. Nach den Ergebnissen der Umfrage zu urteilen, würden also folglich alle immobilienbezogenen Berufsgruppen die Folgen der Krise direkt zu spüren bekommen.
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